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von Bscharre nach Byblos

Am Morgen ging es mir besser, also  hoppten wir in das 9 h Bussi, wieder ausgestattet mit einer Empfehlung des "maronitischen Netzwerks".

Der Campingplatz Amchit hat winzige Huettchen, in die gerade mal 2 Liegen und eine Klo-Dusche passen. Aber was fuer eine Lage!!! Nur 90 min vom Schneegebirge entfernt, liessen wir uns in das Azur des Mittelmeeres plumpsen, kraxelten ueber eine liebliche Steilkueste und genossen Seewind und Sonnenschein, Kekse und Bananen. Die Sonne verbarg sich hinter Wolken, was uns den Entschluss erleichterte, Byblos zu besichtigen. Es ist spuerbar, dass wir in der Entspannungsphase angekommen sind. Um uns zu bewegen, braucht es nun schon eine ***Bewertung des Reisefuehrers.

Byblos war eine Zeitlang der Haupthandelsplatz fuer Papyros, von den Griechen wurden die Schriftrollen Byblia genannt deshalb , woher u. a. die Bezeichnung "Bibel" kommt.

Von der Kreuzritterburg aus dem 11. Jht. n. C. (solide 5 m Wackerstein-Waende mit Wehrturm und Kreuzgewoelben, wie sich das gehoert) blickt man auf ein ca. 25 ha grosses ufernahes Ausgrabungsgelaende. Diese Stelle ist seit mindestens 6000 Jahren besiedelt und die franzoesische Ausgrabung hat aus allen Zeiten Funde gehoben. Von der Steinzeit bis  zu den Kreuzrittern finden sich aus allen Epochen , von allen Kulturen und Eroberern Tempel, Villen und Strassen. Beeindruckend war ein fruehbronzezeitliches Stadttor.   Aus amoritischer Zeit stammen Villen und Palaeste. Tiefe Gruften aus praeantiker und roemischer Zeit wurden erst spaet entdeckt, einige Koenigsgraeber waren noch intakt. In verschiedenen Tempeln wurde Baal, griechische, roemische, phoenizische und  aegyptische Goetter verehrt. Im roemischen Odeon vor Meerkulisse hat Heinrich gesungen, ich habe rezitiert.

 Das Herz dieser Ansiedlung war ein 20 m tiefer  hl.  Brunnen/See. Dort habe die Goettin Isis ihren Ehemann Osiris wieder gefunden, nachdem ihn sein Bruder Seth verschnipselt hatte. 

Alles beeindruckend und schwer zu beschreiben. Wir beendeten den Tag im Licht unserer Osterkerzchen am Meer sitzend und beobachteten ca 20 junge Libanesen bei der Ausrichtung einer Party, an der  wir dann noch die halbe Nacht akustisch teilnahmen.

12.4.10 21:54

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Monika Hartl (12.4.10 22:32)
Hallo ihr zwei,

nachdem ich heute erst euren blog gefunden habe, hoffe ich, dass euch dennoch meine allerbesten Wünsche und Grüße erreichen. Ihr seid ja mächtig unterwegs und ich freue mich sehr eure Zeilen zu lesen, Bilder an zu schauen und bin äußerst gespannt auf eure Rückkehr!
Uns geht´s global gesehen gut, haben ein paar schöne Tage in Rom verbracht, jetzt versuche ich mich noch von meiner Erkältung zu erholen.
Liebe Grüße,
Moni und Kinder


maxi (12.4.10 23:13)
in den libanon habe ich es nicht geschafft aber es freut mich das euch der landstrich dort so gut gefällt wie mir. hab dich lieb mama!

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