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von Tripoli nach Wadi Qadisha

Mal wieder eine Grossstadt und man merkt ganz deutlich, das ist nicht das Gesuchte. Das Hotel hat offensichtlich schoenere franzoesisch-orientalische Tage gesehen. Mit Heftpflaster reparierten wir die Wasserleitung.  Also entschlossen wir uns, in die beruehmten libanesischen Zedernwaelder auf die Berge zu fahren. Der Hotelbesitzer war nett  und gab uns eine Hotelempfehlung ins "BAUHAUS" (nicht lachen! nicht lachen!) 

Endlos winden sich die steilen Serpentinen hinauf, eng sind die Strassen, (fuer Heinrich waren sie nicht so steil, wie fuer mich Flachlandindianer)  wenn auch ordentlich, immer europaeischer wird es uns zumute. Die Daecher sind nicht mehr flach, das faellt  als erstes auf, die Haeuser sind schmuck, reich, breit, und ueberall, wirklich ueberall Marterl, Wegkreuze, Madonnenstatuen, Gipfelkreuze, Moenchsbilder, Kirchen, Kapellchen..... Wir fuehlen uns wie in der Schweiz oder in Oberammergau und beginnen schon ein wenig vom Schneegebirge zu singen.

Das Appartement Bauhaus in Bscharre gehoert Toni, seine Schwester Maria bingt uns nach "les cedres". Dort versammeln sich um eine Marien-Kirche ca. 100 uralte Zedern, in der Mitte eine sehr schoene Skultptur. Es ist ein "heiliger Hain" den man andaechtig durchschreitet, keinesfalls ein Wald, wie wir ihn uns vorstellen. Wir waran auf ca. 2000 m NN, es war eisekalt! Die Huegel drumherum - ca. 3000 m NN -  hatten Schnee, nicht mehr genug fuer Skilauf, aber die Pass-Strasse in die Bekaa-Ebene war noch gesperrt. Wir sind beeindruckt, aber echt!! Es ist eine wehr wohlhabende Atmosphaere hier,  die Preise entsprechen bestimmt deutschen Verhaeltnissen.

Wir essen in einem eleganten Restaurant, es gibt sogar Rotwein und werden uns dabei klar, dass wir hier im heiligen schuetzenden Tal der Maroniten sind.  Maroniten sind stolze und sehr religioese Urchristen, die  vor den Mamelucken  in dieses Tal gefluechtet sind und dort besitzt die Kirche den Grund und Boden. Hier wohnen nur Maroniten.  Der Wirt empfiehlt uns an einen Oeko-Reiseleiter Joe, mit dem wir fuer den naechten Tag eine Rundfahrt vereinbaren.

12.4.10 20:22

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